Das Gesamtprojekt Südharz bei 50Hertz
Der Harz wurde in den letzten Jahren immer bekannter und meist nicht aus einem guten Grund: dem Borkenkäfer sind seit 2018 ca. 11.600 Hektar Wald (das entspricht mehr als 90% des ursprünglichen Fichtenbestands) zum Opfer gefallen. Glücklicherweise erholt sich die Natur wieder selbst und baut sich von selbst wieder auf.
Bezogen auf die Freileitungen baut sich zum Glück nichts selbst auf ;-)
Der “Harz” bedeutet energietechnisch das “Umspannwerk Wolkramshausen”. Von dort aus wird von 220kV herunter auf die 110kV-Ebene transformiert und damit die Energie weiter verteilt. Auch die Leistung von mehr als zweitausend Megawatt an Winderzeugung aus der Harzregion muss aktuell und zukünftig in das Netz eingespeist werden. Das Umspannwerk Wolkramshausen ist von zwei Seiten angeschlossen: einmal südlich, vom Umspannwerk Vieselbach aus (bei Erfurt), und einmal östlich vom Umspannwerk Eula (bei Leipzig).
Um die Region im Harz nun auf die 380kV-Ebene anzuheben, sollen folgende Maßnahmen umgesetzt werden:
ABSCHNITT “SÜDHARZ SÜD”
Nachdem die neue neuen 380kV-Leitung von Vieselbach nach Wolkramshausen (durch zwei Mitbewerber) errichtet wurde, dürfen wir die alte Leitung ab 2028 zurückbauen. Die betreffende Leitung ist die 220kV-Leitung Wolkramshausen-Vieselbach und ist als Donaugestänge ab dem Raum Erfurt nordwärts ausgeführt. Die zu demontierende Leitung hat insgesamt 168 Masten mit Leitungslänge von 65,8km.
Das Los A Portal verläuft vom UW-Portal Vieselbach bis zum Mast 13 & von Mast 84 bis zum Portal Wolkramshausen. Dieses Los ist quasi parallel zur neuen 380kV-Leitung.
Das Los B verläuft dazwischen zwischen Mast 13 und 84, weit entfernt von der neuen Leitung. In welchem Los wir genau starten werden, steht noch nicht fest. Hier folgen noch Abstimmungen mit 50Hertz.
ABSCHNITT „SÜDHARZ NORD“
Der zuerst auszuführende Projektteil ist der Neubau von Los 2. Wir bauen hier den Mastbereich 62 bis 118. Auf der Strecke befinden sich 14 Abspann- und 42 Tragmaste. Wir führen die kompletten Neubauleistungen aus – vom Wegebau, über die Gründung, die Mastmontage und die Seilarbeiten.
Weiterhin dürfen wir hier ein 6,5km langes 220kV-Provisorium errichten, weil in einigen Mastbereichen die alte mit der neuen Trasse parallel verläuft.
Im Anschluss dürfen wir den Rückbau der alten 220kV-Leitung von Querfurt (Mast 252) nach Wolkramshausen starten.
Hier werden wir 218 Einebenenmaste zurückbauen. Vorwiegend ist die Demontage der Masten mit einem Hubschrauber geplant. Im Anschluss erfolgt die Fundamentdemontage und Wiederverfüllung der Standorte.





